Allora ... ich erzähle euch mal ein bißchen aus meinem Leben!

So weit bin ich inzwischen:

250
Größensysteme
2500
Einzelgrößen
16
Körpermaße
54
Artikel

Warum Favorelli?

Die Idee zu Favorelli geht zurück auf das Weihnachtsmailing für eine alteingesessene Stuttgarter Druckerei ...

Dafür entwarfen wir 2009 zwei handliche kleine 32-Seiten-Booklets, in denen man für Mann und Frau eine Fülle von Kleidungsgrößen eintragen konnte. Einfach, hübsch ... und das erfolgreichste Weihnachtsmailing aller Zeiten:

"Sowas hätte ich schon immer gebrauchen können!"
"Warum gab es sowas nicht schon vorher?"
"Endlich kann ich meiner Frau das Richtige schenken!"
"So wunderbar klein und praktisch!"

Ganz offensichtlich war der Bedarf nach einer einfachen, persönlichen Größen-Übersicht im Taschenformat groß.

Da lag es nahe, das Ganze für das iPhone interaktiv zu gestalten. Denn auch das iPhone ist handlich, immer dabei und kann natürlich viel mehr als 32 Seiten mit Kleidungsgrößen enthalten.

Eine "App" ist dabei wesentlich praktischer als eine WebSite: Denn sie funktioniert auch offline ohne Internet - und das ist bei den schwierigsten Kauf-Situationen im Ausland vorteilhaft für die Handy-Gebühren. Daneben bietet eine App auch das Potential, komplexe Prozesse wie Größen-Umrechnungen wesentlich benutzerfreundlicher durchführen.

Warum Kleidungsgrößen?

Wer schon einmal für sich, den Partner oder Freunde Mode-Artikel gekauft hat, kennt es zur Genüge: Die richtigen Größen von Pullovern, Blazern, Unterwäsche oder Laufschuhen sind ein babylonisches Gewirr von Zahlen und Buchstaben!

Kaum jemand weiß, was sich hinter diesen Angaben verbirgt. Das Verkaufspersonal in der Mode-Branche hilft da auch kaum weiter: Fragen Sie einfach mal nach bei einer bekannten schwedischen Günstig-Mode-Kette, was das "C" und "K" hinter bestimmten Konfektionsgrößen bedeutet.

Die berühmte Globalisierung und das Internet machen die Sache nicht leichter: Ausländische Größensysteme sind ein Buch mit sieben Siegeln und wir werden trotzdem mit ihnen beim Online-Shopping gequält.

Oder wußten Sie, daß Ihre deutsche Schuhgröße 44 eigentlich der amerikanischen 10 entspricht? Schön, das war noch relativ einfach. Aber daß Ihnen die gleiche 10 viel zu klein ist, wenn Sie einen amerikanischen Sportschuh bestellen? Und daß die englische 10 eine andere 10 ist? Und das ist nur die Spitze des Eisbergs ...

Und die Mode-Industrie tut sich seit Jahrzehnten schwer damit, das Chaos für ihre Kunden einzudämmen: Standardisierungsbemühungen gab und gibt es viele, aber keine konnte sich bis heute durchsetzen. Zu sehr sind Designer, Hersteller und Vertrieb in uralten Traditionen verhaftet.

Dies verleiht antiken Maßeinheiten für Fußlängen wie dem "Pariser Stich" aus dem Jahr 1800 eine erstaunliche Überlebensfähigkeit. Ganz zu schweigen vom Beharrungsvermögen der Längen-Einheit "Zoll" (Inch), die "nur noch" in den USA und England verwendet wird - zu allem Überfluß sind diese beiden Zoll-Maßstäbe nicht ganz identisch. Das merken Sie spätestens beim Kauf eines schönen Borsalinos.

Und deshalb gibt es heute Favorelli: Ihren kundigen Begleiter durch den Größen-Dschungel der Mode-Welt, personalisiert und mit perfektem Gedächtnis.

Warum erst jetzt?

Wenn wir heute zurückblicken auf unsere erste Recherche-Phase Anfang 2010, ist es offensichtlich, warum sich noch niemand sonst an eine vollständige internationale Größen-Dokumentation gewagt hat:

Es ist einfach unglaublich viel Sammel-Arbeit nötig, man recherchiert in alten, unvollständigen und fehlerbehafteten Quellen, und am Ende rauft man sich die Haare, wenn man immer noch irgendwo ein neues System ausgräbt.

Dabei haben wir die Recherche vor allem dort betrieben, wo das Problem offensichtlich wird: Zahllose Besuche in Mode-Geschäften verschiedener Provenienz mit ausführlichem Etiketten-Studium (sehr zur Verwunderung der Verkäuferinnen) waren notwendig, abgerundet vom Studium der Forschungsliteratur, die leider häufig nicht öffentlich verfügbar ist.

Der wahre Wert von Favorelli liegt aber nicht nur in der Breite, sondern besonders in der Tiefe: Für jedes Größensystem haben wir geprüft, welche Werte darin überhaupt vorkommen, für welche Geschlechter und Altersgruppen sie verwendet werden und bei welchen Kleidungsstücken. Dabei haben wir uns auch beraten mit Kennern der Materie, z.B. ausgebildeten Schneidern, Boutique-Inhabern und Spezialisten von internationalen Mode-Konzernen.

Wie geht es weiter?

Nachdem wir mit Favorelli jetzt einmal angefangen haben, bleiben wir auch hartnäckig. Als nächstes widmen wir uns der Beziehung zwischen Größe und Körpermaßen und der schwarzen Kunst der Umrechnung von einem Größensystem ins andere. Was bei Letzterem alles an Falsch-Umrechnungen durch diverse WebSites geistert, ist erschreckend.

Die zweite Stoßrichtung der Entwicklungsstrategie liegt in der Kommunikation: Die persönliche Favorelli-"Karte" mit allen wichtigen Größen entfaltet ihren Wert besonders, wenn man sie mit anderen teilt - per E-Mail, Facebook oder über ein zentrales Favorelli-Archiv. So bekommt man von anderen immer Mode und Accessoires in den passenden Größen! Wenigstens passt dann der selbstgestrickte Pullover von Tante Erna zu Weihnachten. Ober er wirklich schön ist ... ja, daran arbeiten wir noch.

Mein Tagebuch

November 2011

12
Wieder ein großes Stück geschafft: Die Umrechnungsbasis für BH-Größen steht.
6
Weiter weg geht nicht: Favorelli-User in Neuseeland.
9
Nach viel Arbeit läuft jetzt der Kern von Favorelli 2.0: Ein neues Modul zur Größen-Umrechnung!
24
Großes Fotoshooting bei two tribes mit Giuseppe Favorelli! Ein wichtiger Teil der Benutzeroberfläche für Version 2.0.